Freyung soll gentechnikfreie Zone werden

ödp-Antrag im Stadtrat einstimmig befürwortet

 

Auf der letzten Sitzung des Freyunger Stadtrates wurde ein wichtiges Signal gesetzt: Die Stadt Freyung soll zur gentechnikfreien Zone werden. "Wir freuen uns sehr, dass unser Antrag einstimmig befürwortet wurde", erklären die beiden ödp-Stadträtinnen Renate Ruhland und Elisabeth Tesche. Damit sei Freyung die erste Kommune im Landkreis, die einen derartigen Beschluss habe. In der Stadtratssitzung im Dezember hatte der Gentechnik-Experte Josef Feilmeier auf Einladung von Bürgermeister Olaf Heinrich einen Vortrag zu diesem Thema gehalten. "Dies hat vermutlich die letzten Skeptiker im Gremium überzeugt", meint Elisabeth Tesche. Mit dem Beschluss komme der Stadtrat den Verbrauchern, aber auch den Landwirten entgegen, die mehrheitlich gentechnisch veränderte Lebensmittel ablehnen. "Die Risiken gentechnisch veränderter Organismen sind nicht kalkulierbar, den Nutzen haben aber nur die Konzerne. Diese machen durch die Lieferung von Futtermitteln und Saatgut die Bauern abhängig und diktieren ihnen später die Preise", so die Warnung Feilmeiers. Nun wird die Stadt Freyung alle aktiven Landwirte anschreiben, sie zu einer Informationsveranstaltung einladen und auch anderweitig über die Gefahren der Grünen Gentechnik aufklären. Auch wird in künftigen Pachtverträgen festgelegt, dass auf städtischen Grundstücken keinerlei gentechnisch verändertes Saatgut bzw. Organismen ausgebracht werden dürfen. Zusätzlich wurden mit dem Stadtratsbeschluss Bürgermeister und Verwaltung beauftragt, sich für die Schaffung einer gentechnikfreien Zone auf Landkreisebene einzusetzen. Als Kreisrätin werde sie sich ebenfalls dafür stark machen, erklärte Renate Ruhland. "Ein entsprechender Beschluss im Kreistag, quer durch alle Parteien, wäre eine großartige Sache und könnte auch im Bereich der Touristik nutzbringend vermarktet werden."

 


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